südafrikanische Weine - Eine Co2 Analyse

Südafrikanische Weine - Umweltsünder!? Wir klären auf...

Eine CO2-Analyse und Vergleich beim Transport von Weinen

 

Ich höre oft auf Messen, bei Gastronomen oder Weinfesten das Argument das keine südafrikanischen Weine gekauft werden möchte, da man regionale Produkte bevorzugt und das wegen dem C02 Footprint, also im Sinne der Umwelt möglichst gewissenhaft zu handeln. Ich möchte mit diesem kleinen Beitrag informieren und natürlich zur Diskussion ermuntern. Da ich in Südafrika lebe, liebe ich südafrikanische Weine und meine Meinung wird natürlich etwas davon beeinflusst. Dennoch versuche ich das Thema neutral zu bewerten. Viel Spaß beim lesen und kommentieren!

Als Maschinenbau Ingenieur in der Automobilbranche habe ich mich mit vielen Themen der CO2 Reduktion beschäftigt. Ich habe sowohl Zylinderköpfe entwickelt, sowie Einspritztechnik und Thermo-Management-Module. Bei all diesen Produkten ist es eine Hauptaufgabe effizient mit der bereit gestellten Energie umzugehen und eben auch die Emissionen, insbesondere die CO2 Werte zu verringern.

Hier eine Zusammenstellung des CO2 Footprints  südafrikanische Weine, auf dem Weg von Franschhoek, Südafrika nach Laaber in Deutschland:

CPT-Laaber

 

Ist das jetzt viel oder wenig?

 

Südafrikanische Weine im direkten Vergleich mit Weinen aus Spanien und Österreich, wird weiter Unten gegeben. Außerdem ebenso eine Analyse wenn Sie zu ihrem lokalen Winzer fahren. Aber wie werden diese Werte berechnet? Dazu zuerst eine kleine Darstellung. Die Werte in den Tabellen sind in Gramm pro Tonne und Kilometer, angegeben. 1 Tonne sind etwa 672 Flaschen, deswegen wurde das Ergebniss von mir durch 672 geteilt um Werte pro Weinflasche anzugeben. Die beiden Diagramm wurden von www.co2-emissionen-vergleichen.de benutzt:

Co2-bilanz

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Valladolid-Laaber

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Neusiedl-Laaber

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regional

 

 

 

Fazit und Gewinner der Untersuchung

 

 

ergebniss

Fazit und Gewinner der Untersuchung ist also demnach Spanien mit 440g CO2, knapp dahinter südafrikanische Weine mit 478g C02 und letzter Österreich mit 820g CO2 Ausstoß. Man kann denk ich allgemein behaupten das es nicht auf die Länge der Strecke ankommt sondern auf das Transportmittel. Deswegen schneidet der PKW so schlecht ab. Sobald die Lieferung per Zug oder Schiff passiert wird der CO2 Anstieg stark reduziert. Das ist eben bei kleinen bis mittleren Strecken logistisch teuer oder gar nicht umsetzbar. Wer also Wert auf Produkte legt die umweltschonend transportiert werden, sollte darauf achten, welches Transportmittel der Wiederverkäufer gewählt hatte. Am besten ist demnach einen Fahrradausflug zum Lieblings Winzer um die Ecke – aber Achtung ihr Fahrrad hat ebenso bei der Herstellung, sowie Transport der Teile aus China, einen CO2 Footprint hinterlassen…

Gruß an Euch von Sven Jaime, Inhaber bei South African Wine Company